Samstag, 7. März 2009

Von der Faszination der Touries und den Kriegern

Hallo Fans!

Heute wird das nächste Kapitel meiner Chinarundreise aufgeschlagen...
Von Qingdao gings mit dem Flieger ungefär 2000km weiter westlich, in anderen Zahlen ausgedrückt, über 24 Stunden Zugfahrt gen Westen.

Xi'an, die Hauptstadt des Westens, wie der Name sagt – der Beginn von der Seidenstraße, und zwar genau aus dem westlichen Tor heraus nahm sie ihren Ursprung.
Die Stadt ist auf ihre weise sehr beeindruckend. Einmal, da sie eine Stadt im Westen ist die auch noch was taugt, also wirtschaftlich gesehen – und zum anderen mal hat diese Stadt eine noch intakte Stadtmauer rundherum, insgesamt ist diese, ich glaube mich zu erinnern, 14 km lang (also im Viereck). Des weiteren hat diese Stadt die sagenhaft beeindruckende, und weltbekannte Terrakottaarmee zu bieten, sowie noch andere Geschichtsträchtige Gebäude. Aber wie in vielen Städten in China sind die alten Häuser größtenteils abgerissen, und durch riesige Supereinkaufscentren oder sonstigen Unfug ersetzt worden.

Wie auch bei den anderen zwei Stationen, hatte ich mir ein Bettchen in einem Mehrbettzimmer schon von vornherein in einem Hostel reserviert und so konnte ich beruhigt meine reise dorthin antreten. Angekommen, bin ich abends, weiß nicht mehr genau wann, so um 20 Uhr rum war ich dann auch am Hostel. Nachdem ich einen netten jungen Studenten getroffen hatte der mir auch noch den Weg zum Hostel gezeigt hatte. Jedenfalls angekommen, und schon war ich überrascht. Das Hostel stand in keinem Vergleich zu den zwei vorherigen. Es war eine Empfehlung von anderen Interns. Ich persönlich könnte es nicht weiter empfehlen. Gut es ist billig, und es erfüllt seinen zweck, aber es ist auch etwas schäbig, und dunkel und... naja nur für 4 Nächte, und diese für insgesamt 20 Euro ist okay :)
Am Abend hatte ich nicht mehr viel gemacht, es ging zeitig ins Bett um dann am nächsten Tag durch zu starten...
Wie es aber der Wettergott so wollte, hatte es am nächsten Tag geregnet – der erste Regentag und einer von zweien von meiner gesamten Chinarundreise :(
Der Wetterzustandt hatte natürlich ein wenig die Stimmung gedämpft, und so ging alles viel langsamer. Bin erstmal dann ins Foyer, hab dort nach Flyern gesucht und siehe da. Eine Frau im besten alter (Anfang, Mitte 40), US-Amerikanerin, mit asiatischem aussehen, quatschte mich an. Gut offen wie ich bin lies ich mich ein. Und ehe ich mich versah war ich schon mit ihr auf sightseeing. Also war ja schon nett eine Begleitung zu haben, aber diese Frau war der Hammer – an einem Strang hat sie geredet, und was für Zeugs, und so selbst überzeugt und Fotos von mir hat sie auch nicht machen können :) Egal, halb so wild, bei dem Wetter hätte ich vielleicht ohne Sie noch viel weniger Lust gehabt.
Zuerst gings zum Belltower. Das ist einer von zwei Türmen in Xi'an, in dem wird getrommelt, entweder wenn die Sonne auf oder unter geht – habs vergessen. Und ja dort ein paar Fotos gemacht, noch ein nettes Glöckchenvorspiel angeschaut. Und von dort aus dann zum Muslimischen Viertel.
Xi'an ist bekannt für seine muslimischen Mitbürger, und dem daraus folgenden Essen sowie Kultur, und der größten Moschee in China.
Naja dort ein wenig rumgeschlendert, mit der werten Frau zu Mittag gegessen und dann auch wieder verabschiedet – zum Glück lebte sie in einem anderen Hostel.
Jedenfalls hatte ich mich dann noch auf den Weg zum Drumtower gemacht, das ist der andere von den zwei Türmen in Xi'an, und dort wird, wer hätts gedacht?, entweder Morgends oder Abends getrommelt :)
Tja und so ging der Tag dann auch vorbei.
Abends hab ich dann noch, ja ich glaub es war an dem Abend, meinen Canadischen Zimmergenossen kennen gelernt. Ja ein lustiger Kerl, etwas schwergewichtig, den Namen hab ich schon wieder vergessen und er war nur wegen einer Sache in Xi'an (einer der Bedeutensten Städte in China, also historisch gesehen). Und zwar wegen der Terrakotta Armee. *omg*
Ich glaub er hat drei Tage dort verbracht um sich nur die Armee anzuschaun, die restliche Zeit hat er im Hostel verbracht, und Olympia geschaut - *no comment*
Genau, und im Zimmer traf ich dann noch zwei US Amerikaner, die studierten im norden von China (Stadt vergessen) und waren auf einer kleinen Rundreise. Gut etwas komische Kauze, aber nun gut. Hab mich mit ihnen dann fürn nächsten Tag verabredet, dass wir zusammen zur Armee gehen. Da ich nicht willens war 20 Euro für nen vom Hostel organisierten Ausflug zu zahlen, der mich später im Endeffekt 1,4 Euro für Busfahrt + 5 Euro Eintritt gekostet hat...

Die Terrakotta Armee ist eine sehr beeindruckende Ausgrabung. Wurde anno 1970 oder so von einem Bauern beim Brunnenbohren entdeckt. Und stellt bis heute was unvergleichbares dar. Und zwar ist das Areal in 3 Pits aufgeteilt. Einer wo die Hauptgarnision steht, dann wo es die Oberbefehlshaber hat und dann noch einen. Und im Hauptpit standen bestimmt tausende Figuren, jede sah für sich anders aus, also vom Gesicht her, alle waren angemalt, lebensgroß und hatten Waffen...

..Heute ist ein Trümmerberg von Terrakotta übergeblieben, ein paar Figuren wurden restauriert. Aufgrund dessen kann man sich das Ausmaß des ganzen vorstellen. Wahnsinn, seht aber in den Bildern selbst...

Gegen Nachmittag waren wir dann zurück, sind aber getrennte Wege gegangen, weil die zwei Kollegen noch irgendwas machen wollten. Ist auch egal, ich ging dann zur Moschee. Und ich muss sagen, ich bin entzückt. Wunderschöner Garten, herrliches Wetter und bei Sonnenschein was ganz besonderes, vor allem im Abendrot. Das Minarett ist als Pagodae getarnt und sonst ist alles sehr friedlich...schööön :)
In dem Viertel hatte ich mir dann noch ein bisschen typisches Essen gegönnt. Das war dann so nen Dönerverschnitt und andere Teigtaschen – war an sich sehr lecker :)
Danach gings dann zur großen Wildgoosepagoda. Vor der selbigen ist ein riesen Platz, und auf diesem findet jeden Abend das größte Wasserspiel Chinas statt. Das Wasserspiel ist sehr interessant, und gut gelungen, macht viel Laune es anzuschaun. Die Pagoda an sich, konnt ich nicht besichtigen, da ich nach der berühmt Berüchtigten 17 Uhr da war ;) Halb so wild, nach der Show gings dann ein wenig schlendern in der Parkanlage ringsherum. Sehr schön, vor allem bei Nacht, wenn alles so toll beleuchtet ist.

Am nächsten Tag gings dann Vormittags zu Fuß zur Stadtmauer. Davor hatte ich mir dann noch ein Frühstück geholt, was ich besser hätt nicht essen sollen. Das war so eine Art Döner nur innen drinn mit sehr sehr sehr scharfen Vegetables drinn. *argh* ich hab rihctig weinen müssen :(
Auf der Mauer, die sehr beeindruckend ist, da sie glaub 12 Meter breit ist und sehr hoch. Hat man einen schönen Blick über die Stadt, und man kann sich sogar ein Fahrrad mieten, mit dem man dann ringsherum fahren kann. Naja hätte ich das Geld fürn Deposit gehabt hätt ichs machen können, hatt ich aber leider nicht, und da ich schon die Eintrittskarte bezahlt hatte, verzichtet ich halt aufs Fahrrad fahren – wäre bestimmt lustig gewesen aber gut. Ein anderer Trost war, dass die Mauer auf ca. Kilometer 11 restauriert wurde, und so konnte man sowieso nicht im Kreis fahren :)
Ich bin dann vom Südtor bis zum Westtor gelaufen, schätze eine strecke von 3 bis 4 Kilometer. War angenehm, ja und da war ich dann am Westtor. Das Tor in die Europäische Welt, der beginn der Seidenstraße – nicht sonderlich spektakulär :)
Zum Glück war in der Nähe von dem Tor ein Supermarkt und so kaufte ich mir einen kleinen Snack um diesen dann bei der kleinen Wildganspagoda zu genießen. Der Snack schmeckte scheisse, das neue Getränk das ich mal probieren wollte auch und so war das dann auch total gelungen :(
Egal, in dem Parkgelände von der Pagoda konnte man schön rumflanieren, auf die kleine Pagoda hochklettern, die vor ein paar hundert Jahren ihre Spitze abgebrochen ist. Und danach bin cih noch in das Stadtmuseum. War aber langweilig.
Abends gings dann zum MC Donalds essen, da ich mir am Vortag etwas aus dem Muslimischen Viertel gegönnt hatte, und meine Verdauung nicht mehr aufm dem Höhepunkt war, und so konnte ich das ganze durch eine hoch qualitative westliche Mahlzeit kurieren! :)

Das war dann auch schon Xi'an gewesen. Normalerweiße kann man sich die Stadt auch gut in zwei Tagen antun, aber da ich im Urlaub war, und keine Hecktik aufkommen lassen wollte, war der so gewählte Weg auch nicht schlecht :)
Am nächsten morgen bin ich dann zur nächsten Station geflogen... aber lest beim nächsten Eintrag selbst ;)

Habe Fertig!

Tschöööö Fans!

Euer

Max


Klick!

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