Hallo Fans!
Wer im Titel Ähnlichkeiten mit einem ganz sensationell bekannten Lied, von einer ganz sensationell bekannten Sängerin (die hin und wieder auf Glatzen steht), entdeckt hat, muss ich ihn enttäuschen – es sind keinerlei Ähnlichkeiten bzgl. meines Inhaltes und den Inhalt vom Lied vorhanden! Tut mir leid falls große Fans schon Hoffnungen hatten! ;)
Kommen wir nun zum nächsten Stop meiner sensationellen Reise!
Ich beginne hiermit:
2008-08-07 es ist dunkel, es ist schon 21 Uhr und 30 Minuten. Es ist lau draussen, die Luft steht. Genauso wie ich – ich steh am Straßenrand und warte... warte... und warte... ich warte nach einem Taxi, aber denkste das man eins in einer 12 Millionen Einwohnerstadt bekommt? Nö, der Depp mit dem 23 Kg Rucksack bekommt natürlich keines. Aber es wird langsam eng. Und zwar muss ich auf den Zug. Der Zug wird mich Richtung Sonne, Strand und deutschem Bier bringen – ich lechze – naja nach ca. 20 Minuten warten bekomme ich eines. Dass mich dann zum Hauptbahnhof von Peking fährt. Sieht sensationell aus nachts, schön beleuchtet, wie vieles in China und mal wieder tausende Menschen. Schnell den Taxifahrer bezahlt, über die Brücke zum Bahnhof. Dort noch eine Flasche Wasser gekauft und ab zum Bahnsteig. Nach ein wenig ratlos durch die Gegend laufen und letztendlich jemanden Fragen kam ich dann zum Pier? Dock? Gate? Gleis? Wo man durchlaufen kann um zum Zug zu gelangen. Man war das ein langes Ding...
Aber ich hatte Glück. Durch andere Interns hatte ich erfahren, dass es eigentlich keinen Direktzug nach Qingdao von Peking aus gibt. Aber damit lagen sie falsch. Ich hatte noch eine Reiseagentur beauftragt mir ein Zugticket zu besorgen, da ich in Angst war ich könnte keines bekommen. Da Olympia und da ich als Ausländer und sowieso wenig Zeit, und dann noch zum Bahnhof und anstehen und Kommunikationsschwierigkeiten haben? Nein so nicht, deswegen hab ich mich das Ticket ein klein wenig kosten lassen, aber dafür wurde es mir ganz stressfrei zum Hostel gebracht!
...Wie dem auch sei, im Zug drinnen wars dann schecklich... nett :) Nö hatte mich überrascht. Gut ich hatte auch sozusagen die First Class der Nachtschlafzüge gebucht, aber gut war wirklich nett. So konnte ich dann ganz entspannt in meine Kabine, wo ich mich zuerst aufs falsche Bett gelegt hatte, aber es noch gemerkt hatte – der netten Chinesin sei mir verziehen – und ja so konnte ich mich hinlegen. Einschlafen und am nächsten Morgen in Qingdao am alten deutschen Bahnhof (ein richtg nettes Ding) aufwachen!
Tja meine ersten Impressionen von Qingdao? Herrlich! Es war morgends, es war warm, aber nicht heiß, eine frische Seebriese kam einen entgegen, dieses herrliche historische Background (proud to be a German! Also ganz im Ernst, es ist schon was schönes, wenn man nach 6 Monaten Abstinenz der deutschen Heimat mal wieder was sieht was dem deutschen doch recht nahe kommt.). Dort angekommen habe ich mir erstmal eine Karte von Qingdao am Touristenbüro direkt am Bahnhof besorgt.
Ich hatte die tolle Erfahrung aus Peking gemacht, dass Karten nützlich sein können auf Städteerkundungstour. Leider aber war die Karte von Qingdao auf Chinesisch – so mussten dann die Kartenfetzen ausm Lonely herhalten – ging aber irgendwie auch.
Am Vorplatz vom Bahnhof hab ich dann etliche Seelenverkäufer, dir mir alles mögliche andrehen wollten, über irgendwelchen Scheiß bis hin zu Hotelzimmern, und hab mich dann ins Taxi gesetzt, dass mich dann zum Hostel gefahren hat. Naja nicht ganz er wusste nicht die Adresse, so lies er mich dann dort aussteigen wo er meinte es könnte ganz in der Nähe sein. Zum Glück nahm ich das gelassen, da ich schon davon gelesen hatte, dass die Kollegen Taxifahrer nicht ganz Bescheid wissen über dieses Idyll in der „most vibrating coast city in the world“ (bin mir nicht mehr ganz sicher ob der Slogan so in der Form korrekt ist, wer es weiß kann mich ja korrigieren! Danke!). Jedenfalls war da zum Glück ein Wegweiser, und so ging ich die Treppen rauf, es wurde langsam warm – aber es war noch erträglich. Jedenfalls angekommen, eingecheckt. Und festgestellt das sogar Chinesen in einem Hostel pennen. Jedenfalls zwei ganz nette Burschen, hab mich gleich mit denen ganz gut unterhalten. Diese einer war schon länger da, der andere ist mitm gleichen Zug angekommen. Da ich aber „Chilln“ wollte, hab ich ihr Angebot auf eine gemeinsame Rundtour abgelehnt und erstmal zum duschen begeben. (Ein Tag ohne Duschen geht einfach nicht, ich stank war klebrig und meine Haare waren fettig...) Nach der herrlich erfrischend angenehmen dusche gings dann auf the roof top of the hostel...
Nebenbei gesagt das Hostel ist in einer alten Observationsstation (ich schätze mal von den deutschen). Sehr idyllisch aufm Berg gelegen und man ist zwar mitten in der Stadt doch irgendwie in der Natur, da noch Bäume durmherum wachsen (kleiner Wald) und joa einfach sehr nett.
Zurück zum roof top of the hostel... Dort oben ist eine sagenhafte Dachterasse eingerichtet, es gibt nettes Frühstück und sonstige Speisen, einen Billardtisch für lau (okay man kann einen tip spenden aber...) und eine herrliche Aussicht für gratis! Da oben verbrachte ich dann erstmal eine Weile. Um dann gestärkt mich abmarschbereit zu machen. Es ging auf Erkundungstour.
Zuerst hab ich die nahe gelegene katholische Kirche von aussen besichtigt – das gibt’s nicht, eine katholische Kirche in China :)
Viele Sehenswürdigkeiten laut Lonely gabs nicht, und so bin ich einfach mal losgegangen. Wollte auch kein Sightseeing machen einfach nur den Bahnhof wieder sehen :) Das Ziel war aber schwerer zu erreichen als ich dachte. Da ich irgendwie die falsche Richtung eingeschlagen hatte. Aber gut finally hab ich doch den Bahnhofsplatz erreicht. Bin dann erstmal zum KFC und hab mir dort ein Softcreameis spendiert und saß dann im klimatisierten raum und hab rausgeschaut – es war heiß.
Nachm Eis gings dann zur Strandpromenade, und von dort dann zu einem Geheimtipp vom Lonely. Und ich muss sagen, bis auf die Schnaken war es einer! :) In dem Park, der auf einem kleinen Hügel gelegen ist, wars wunderschön. Es gab sogar einen sehr heruntergekommen Aussichtsturm. Dort hoch geklettert war ich erstmal allein – schön :) Danach kamm dann ein chin. Fotograph dazu. Dieser fand mich jedenfalls wunderhübsch (vom Chinesischen ins Deutsche übersetzt *g*). Der hat mich dann doch gleich mehrmals fotografiert. Und da er so in laune war, bat ich ihn dann ein paar Bilder von mir zu machen mit meiner Kamera:) Tja so beobachtete ich dann den Sonnenuntergang. Schön, wenn auch die Sonne über einen hässlichen Industrieteil der Stadt untergeht – aber sie geht im Meer unter! :)
Nächster Tag – etwas länger geschlafen, störte aber nicht. Diesmal hatte ich mich meinen zwei chin. Zimmernachbarn angeschlossen. Und wir zogen los. Zuerst zu einer kleinen süßen Burg, die irgendjemand gebaut hat um drinn zu wohnen. Sehr nett, da fühlte man sich gleich wie im Mittelalter :) Ein paar Fotos gemacht, auch wieder mit Chinesinnen, die es unheimlich scharf finden sich mit einem Weißen ablichten zu lassen. Danach gings dann zur Beerstreet. Das ist die Touristenmeile schlechthin. Dort gibt’s viele Restaurants, ein Bierdenkmal, eine Brauerei...
Tsingtao – so hieß früher die Kolonie der Deutschen. Und da den deutschen das Bier der Heimat fehlte, gründeten sie Kurzerhand eine Brauerei. Seitdem ist es das beste Bier Chinas und sehr berühmt berüchtigt! Es ist wirklich gut, und in der Brauerei kann man sogar eine Führung mitmachen. Da ich aber merkte, dass meine zwei chin. Kollegen nicht so großes interesse drann hatten, und da bei ihnen das Geld auch nicht so locker saß. Haben wir halt nur einen Krug frisch gebrautes getrunken und sind dann in ein Restaurant. Da haben wir dann allerlei bestellt. Also in China bekommt man an jeder Küstennahen oder Flussnahe Stadt tonnenweiße von Fisch. Wie auch in Qingdao, dort ists natürlich noch besonders toll weils direkt ausm Meer kommt. Naja ich bin kein son großer Fischfan, und so hab ich auch nur eine von den ekligen Schnecken gegess
en :)
Nach dem Essen und wahrscheinlich auch von dem Bier sind die zwei Kollegen müde geworden. Also gings zurück zum Hostel, die zwei wollten ne Mütze Schlaf. Da ich aber noch Fit war, gings dann wieder los. Und zwar hab ich mich diesmal an den Lonely gehalten und hab die alte evangelische Kirche in Qingdao besucht. Ich muss sagen, die kommt mir fast noch ein wenig netter vor als die Katholische... *BitteGottkeineHimmelsblitze!*
Von da aus gings wieder zur Uferpromenade, da bin ich noch ein wenig herumgelaufen. War sehr schön... Nachts noch ein paar Fotos von der Stadt gemacht und dann heim. Im Hostel hatte ich dann bemerkt, dass ich ganz verpasst hatte dass an dem selben Tag auch die Eröffnungsfeier der Segelolympiade in Qingdao war :( So ein Mist, sonst wäre ich dorthin gegangen, und hätte das Feuerwerk live mit erlebt :(
Neuer Tag neues Glück. Es ging wieder los diesmal korrekt nach dem Lonely, wollte ich eigentlich direkt zu dem Ex Gouverneurs Haus. Leider fand ich nicht den weg, und bin so auf einem Hügelpark gelandet. Oben auf der Spitze waren dann dann alte Signalanlagen von den Deutschen. Diese sind ganz lieb benannt worden. Die Pilze... Ja sie sehen danach aus, jetzt kann man da auch rein, und einer ist so ne Art Aussichtsturm. Und zwar ist da eine rotierende Scheibe im Innern, da kann man dann Platz nehmen und in 20 Minuten einmal sich im Kreis drehen, und so einen sensationellen rundum blick genießen.
Von dort gings dann zu einem anderen Hügelpark, dort waren dann die alten Befestigungen der Deutschen. Also einmal ein Bunker, der sehr kalt innen ist, aber nett anzusehen, wenn auch sehr feucht und eigentlich nix zu sehen gibt *omg* naja von dort dann zu der riesen Kanone die dort stationiert waren. Von dem Hügel bin ich dann nochmal zur Beerstreet, weil ich eigentlich nach was gesucht hatte, in der Straße, es aber nicht gefunden hatte. Naja so machte ich dann rast am Bierdenkmal, und bin dann von dort aus ins Taxi gestiegen um zu einem deutschen Restaurant zu fahren – da war das Schnitzel echt gut und das Bier auch und :) War schön mal wieder deutsches Essen zu essen^^
Gestärkt gings dann zum Olympiabezierk von Qingdao, gut es war schon nacht, aber egal, dafür ist ja alles wie bekannt toll beleuchtet. Und so flanierte ich da noch ein wenig rum, kaufte mir was bei Carrefour und ging dann wieder zurück.
Am letzten Tag, bevors dann mitm Flieger weiter ging. Habe ich mir nochmal erlaubt nach dem Ex Gouverneurs Haus zu suchen... und? Natürlich auch gefunden. Also wenn ich mal reicht bin, dann bau ich mir genau so ein Haus, das sieht ja echt toll aus von aussen und so. Und innen ists auch schön, vorallem wenn man dann die Schilder an den Kommoden und so liest. Made in Stuttgart – Germany. *hach*
Zum Gouverneurs Haus...
Es wurde von dem damaligen Koloniechef gebaut. Als Willi II die Rechnung für das Haus gesehen hatte. Hatte er den Gouverneur sofort entlassen – war wohl zu teuer :)
Danach gings dann zurück zum Hostel, und von dort dann mitm Taxi zum Shuttlebus und von da zum Flughafen... von da aus gings dann weiter – aber das im nächsten Beitrag :)
Tschööö Fans
Euer
Max
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