Freitag, 5. März 2010

Die Geister sind los!

Hallo Fans!

Weiter gehts im Text – wobei ich mich geirrt hatte, um 7:15 Uhr fing Tai chi mit Dr. XU an. Wobei ich schon etwas früher wach war, um wach zu werden und den Early Bird coffee&tea abzustauben. Schließlich gabs dazu noch nen nettes Törtchen ;-)

Wie dem auch sei Dr. Xu wird seinem Namen gerecht, es war Xu-Verwirrend... ich kam überhaupt nicht mit seinen Schattentänzen mit und niemand anders auch und irgendwann kam ich mir auch doof vor. Tja Dr. Xu das war unser letztes Date gewesen. Aber lustigerweiße war das nicht das letzte mal das ich so früh auf der Curise aufgestanden bin. Eigentlich die folgenden zwei Morgende genauso früh *omg* Und das nennt nochmal einer Urlaub!

Wie dem auch sei, nachdem Dr. Xu fertig getänzelt hatte gings zum Frühstück. Das war schön, sehr sehr schön – es gab alles, vieles westliche und wunderbar. Es war lecker, zu lecker ich hab richtig viel gegessen... Ja bei dem Essen war ich allein, naja auch nicht verwunderlich, als einer der ersten am Frühstücksbuffet um 7:30 Uhr *hrhr*

Ich hab extra für diesen Bericht, und für die folgenden, die Timeschedules aus meinem Chinakarton herausgegraben und nochmal angeschaut. Deshalb weiß ich auch noch so gut um die Zeiten und des Ablaufs bescheid. Jedenfalls gings danach um 9:15 Uhr, nachdem ich ein wenig an der Reling stand und mir den Fluß angeschaut und fotografiert hatte, to an informative introduction to the Yangtze River and the Three Gorges by River Guide Aaron Jiang. Sounds great. At first I was at the Yangtze Club, at Deck 4. But sadly there was no Aaron Jian, insted there was Rebecca, and Rebecca talked on Englisch. Of course I was a bit perplex and I waitet, maybe she switch again to Englisch but she didn't. But finally I got the idea to search for the Englisch presentation. And I found it at the Reading Room on Deck 5! ;-) Naja jedenfalls wars ganz interessant...

Danach gabs dann "Learn Perfect Mandarin in one easy lesson with Professor Rebecca". Hab ich auch mitgenommen, genauso wie den Zettel mit ein paar wichtigen Wörtern. War nett interessant aber durchaus useless, weil ich das alles schon wusste – ich wusste es schon immer, dass mein Chinesisch 1a Spitzenklasse ist! ;-)

Naja nach der Chinesischstunde gabs dann auch schon wieder Mittagessen *hrhr*...

aber hierzu noch ein kurzer einschub. In der Victoria Anna (genau die von den Victoria Crusies aus den USA), werden die Nationen getrennt an Tische gestzt. Normalerweise hätte ich mit Deutschen an einem Tisch sitzen müssen. Doch diese waren sich zu fein und haben in der execution lounge ihre Hauptmahlzeiten zu sich genommen. Aber war mir ganz recht, die versnopten Deutschen sehe ich wieder in Deutschland. Und so wurde ich zu einem sehr entzückenden Tisch gesetzt. An diesem saßen zwei schwule Australier (ein dickerer und ein dünner), ein Schweizer und zwei Kanadier (beides Rentner aber sehr nett). Tja und so wars, wie jeder der Australier kennt, eine sehr lustige Runde. Das Mittagessen war vorzüglich und die Zeit verflog...

Nachm Mittagessen gings dann um 13:30 Uhr zur first Shore Excursion. Und zwar hatte das Schiff bei Fengdu geankert. Fengdu ist die Geisterstadt. Geisterstadt deswegen, weils da nen Tempel hat mit vielen vielen Geistern, aber sehr nett → die Bilder dazu wie üblich in der Galerie! Jedenfalls wurde auf dem Zeitplan darauf hingewiesen das: „This is an walking excursion. There are many stairs and inclines to climb. Be sure to wear good walking shoes, watch your step, be careful and beware of ghosts! Or you may also take a cable-chair-lift to the small mountain for 20 Yuan roundtrip / 15 one diretion.“

Schön, ich hatte meine üblichen Turnschuhe an (mehr Auswahl hatte ich nicht) und ich wars gewöhnt in der Hitze zu laufen. Viele Aber nicht, deshalb fuhren viele in diesen Sesselliften nach oben. Egal der Weg nach Oben war auch schon durch lustige Knaben gekennzeichnet und war bei weitem nicht so schlimm...

Noch ein kleiner Einschub, um die ganze Beschreibung mit dem Sesselliften ein wenig zu erklären. Fengdu ist nicht weit von Chongqing und auf dem Infoblatt von der Kreuzfahrt steht, „temperatures can reach as high as 43 degrees centigrade (116 degrees Fahrenheit) while the humidity during the summer typically hovers between 90 and 95%.“ Man muss schon sagen, wir sind hoch geschwommen ;-)

Naja auf dem Weg zum Haupttempel sind wir an wilden bösen Geistern, über verwunschene Brücken, vorbei an unbezwingbare Tests bis zum Haupttempel und dann wieder zurück. Aber dazu mehr in der Bildergallerie, schön wars! :-)

Naja nach 3 Stunden war der ganze Spaß auch schon wieder vorbei. Zum schluss als wir unten waren, hatten wir noch die Gelegenheit an Souvenirständen vorbeizulaufen (warum die uns nicht dort abgeholt haben wo sie uns auch hingefahren hatten, nein seltsamerweiße mussten wir durch die Souvenirstraße laufen...). Danach zurück zum Schiff. Auf dem gesamten Weg, vom Verlassen der kleinen Autos die uns von Fengdu zum Anleger gebracht hatten, bis hinunter zum Schiff standen alle 25 Meter ein Päärchen an Bootsbediensteten die freundlich den Weg (die Treppe hinunter) gewiesen haben. Das war echt schön, und unten im Boot, gabs erstmal zur Begrüßung feuchte Tücher zum frisch machen und Eistee! Hey super Service! :-)

Zum Abendessen gabs dann das Captain's Welcome Reception, wo der Captain Fang allen Gästen mit Appetizers and refreshments uns aufs Abendessen eingestimmt hat. Und das Abendessen war wiedermal sagenhaft, kein Buffet aber super! Und wieder am lustigen Tisch :-)

Am Abend gabs dann noch die Fashin Show, ein paar Absacker mit den zwei Australiern und noch weiteren die echt gut Feiern können :-) Bis es dann zu Bett ging, denn am nächsten morgen gings wieder früh raus. Aber dazu mehr im nächsten Teil...

Tschööö Fans

Max

Ps.: Klick!

Donnerstag, 4. März 2010

Unverhofft kommt oft, eine sehr beeindruckende Zeit auf einem sehr beeindruckenden Schiff – oder auch vom: Fressen, schwulen Australiern, netten...

...Schweizer und die doofen Deutschen – Teil 1

Hallo Fans!

Jetzt mit diesem Eintrag, der wahrscheinlich alles Bekannte sprengen wird, wird ein neues Zeitalter eingeläutet. Dieser Eintrag wird nicht nur die bekannte Dimension Länge sprengen, nein auch Faszination, Zauberhaftigkeit, Unwiderstehlichkeit, Geld, Ruhm, Erfahrung, Freude und so weiter... diese drei Nächte waren super! Und das Tolle an der Sache war, ich hatte gar nicht damit gerechnet. Ich kam an... ach jetzt fangen wir doch bei Vorne an... (kurzes Vorneweg, ich teile diese Kreuzfahrt in ein paar Teile, sonst wird’s zu lange und die Aufmerksamkeitsspanne der lieben Leser nimmt schneller ein Ende als das Ende des Textes erreicht ist)

...wir schreiben Dienstag den 19. August 2008, die Olypischen Spiele in Bejing sind im vollen gange. Es ist heiß, so heiß wie es halt im August in einem der sogenannten Hotpots Chinas ist. Am Vormittag checke ich wie gehabt pünktlich aus dem Hotel aus, bezahle und lass meinen Rucksack dort deponieren. Schließlich war Boardingtime erst ab 17 Uhr. Diese ging ganze zwei Stunden bis 19 Uhr, sogar etwas länger, aber dazu später mehr... jedenfalls hatte ich noch den gesamten Tag vor mir. Was tut man da? Rumflanieren. Wiedermal ein spaziergang in der wohl langweiligsten Stadt Chinas, weil nix zu sehen. Jedenfalls habe ich mir ein paar Einkaufscentren angeschaut und sogar einen Toy'r'us, nett sieht in China genauso aus wie in Deutschland. Na jedenfalls ging die Zeit auch vorbei. Ich hol meinen Rucksack an der Rezeption ab.

Hier noch zwischendrinn eine kleine Anekdote: Und zwar beim Einchecken hatte mich der Portier verständlicherweise für David Backham gehalten, war recht lustig :-) Naja aber nach einer kleinen Aufklärung seitens meines Reisepasses wurde ihm auch klar, dass ich nicht David Backham bin, sonder nur ein double, aber dennoch lustig – weil ich eigentlich überhaupt keine ähnlichkeit hab zu dem tuntigen englischen Fußballspieler. Hier kommt wahrscheinlich genau das zu tragen, was wir hier in Europa den Asiateneffekt nennen. „Die Asiaten sehen doch alle gleich aus!“ - Ich habe ein Bingo (anspielung auf welchen Film? - Genau „Inglourious Basterds“) die Asiaten denken das gleiche nur reziprok: „Die Europäer und Amerikaner sehen doch alle gleich aus!“ Aber zurück zur unwirklichen Wirklichkeit...

Rucksack abgeholt, bin ich dann der Wegbeschreibung gefolgt. Der Portier hatte mich noch angegrinst als er erfahren hatte, dass ich mit der Victoria Anna fahre und gemeint es sei toll und er wünsche mir viel Spaß. Kleine Anmerkung noch von meinerseits, ein chinesischer Portier der Englisch kann, ich war ein wenig perplex und freudig überrascht!. Tja ich wusste eigentlich nicht warum er das sagte. Ich hatte doch nur über nen Monat davor diese Jangtse Cruise gebucht. Ohne Vorahnung und wissen. Die Konversation war mit dem Reisebüro ungefär folgende: – welches Englischsprachig war (dank dem Lonely Planet, hab ich die Email!) -

„Hallo ich möchte gern ne Kreuzfahrt aufm Jangtse machen, isses auch möglich danach gleich nach Guilin mitm Zug zu fahren?“ - „Hallo, nein nicht möglich, von Yichang nach Wuhan und von Wuhan nach Guilin mitm Zug!“ - „Okay, können Sie mir nen Busticket von Yichang nach Wuhan besorgen?“ - „Ja, kostet 1 Milliarden Kuai, wollen Sie noch?“ - „Öhm nein, ich werde nur die Kreuzfahrt buchen, was haben Sie im Angebot?“ - „3-Sterne-Boot, 4-Sterne-Boot, 5-Sterne-Boot, Kosten: balblabal“ - „Okay dann nehme ich das 4-Sterne-Boot (ein wenig Luxus sollte mir doch im Urlaub gegönnt sein).“ - „Das 4-Sterne-Boot fährt nur am 18. August. Am 19. August fährt das 5-Sterne-Boot, kostet aber Balbabla – mit Roomsharing“ - „Hmmm okay, dann nehm ich das 5-Sterne-Boot am 19. August, ich komm dann an dem Tag vorbei wegen weiteres...“.

Ja wie unschwer zu erkennen ist, habe ich das etwas blind gekauft, ohne schön hübsch bebilderte Anzeigen von tollen Booten mit tollen Menschen und tollen Zimmern sowie wunderbarem Essen. Dementsprechend war der Abend von einer Reihe von Überraschungen geprägt. Als ich an bei dem Reisebüro ankam (davor musste ich mich durch eine Menge von Asgeiern durchkämpfen, die meinten mir noch nen Ticket für ne Kreuzfahrt andrehen zu wollen) klärten wir alles. Ich fragte in meiner Erfahrenheit, ob da auch jemand Englisch spricht. Er meinte „of course“ - in einem Ton der nur von Selbstverständlichkeit strotzte. Nun denn, ich schon voller Euphorie, schließlich ist was Englischsprachiges in China ja doch etwas rar. Jedenfalls lauf ich pünktlich um 17 Uhr zu dem Pier. Erinnert ihr euch noch an die Bildergallerie von Chongqing? Da ist doch so einer Abgebildet, mit so kleinen Seilbahnen die „Uferböschung“ runter. Ich glaub genau das war der Anleger für die Victoria Anna. Ja dort angekommen, machte ich denen klar ich will runter. Die dann so, ja das kostet nochmal 2 Kuai rutner zu fahren. Ich war etwas verwundert, aber gut für den blablabal Preis, den ich für die Kreuzfahrt bezahlt hatte war das dann auch nicht mehr schlimm.

Runtergefahren bin ich mit einem Haufen voller Chinesen. Ich in meiner Unbekümmertheit dachte mir, die wollen bestimmt dorthin wo ich hin will. Und war schon etwas in Panik, schließlich sind Chinesen oft nicht die angenehmesten Reisebegleiter (dreckig sein, rotzen, kotzen, rülpsen, blabla...). Nun denn habe ich mich in dem Haufen integriert, mich von der Gruppendynamik Richtung Schiff tragen lassen. Bis da ein nettes chinesisches Mädel in weißer Uniform dasteht und frag, nein sie fragt nicht nur, sie greift nur mich mit einem geschulten Blick aus der Menge heraus, und fragt ob ich zur Victoria Anna will. Ich, kruschtel den Zettel raus, schau nach, zeig ihn ihr - „ja das will ich“. „Okay dann laufen Sie hier entlang...“ und zeigt in eine total andere Richtung (links), als der Chinesische Haufen sich bewegt. Ich schon angetan, weil sie Englisch konnte. Naja so bewegte ich mich über den grünen Kunstrasen Richtung Victoria Anna, sah sie schon von Hinten. Nun denn groß halt. Vorm Eingang, steht dann so eine Marchingband (wie man sie von googlebilder kennt, wenn man Marching Band eingibt, weiße Hosen, weißesOberteil). Nun denn is wohl was besonderes heute, oder ein besonderer Gast. Und genau das wars... David Backham fuhr mit dem Boot und sie fingen an zu spielen als ich entlang kam. Was für eine lustige Sache. Da werde ich von einer Marschkapelle begrüßt, schön, verwundert und höchst amüsiert lauf ich dann aufs Boot. Wie sich etwas später heruasstellte, hielten sie mich nicht für Backham, sondern für einen gewöhnlichen, naja ewtas ungewöhnlichen gast, da mit Rucksack und etwas vergammelt, denn sie spielte für jeden ankommenden Gast solch eine Musik.

Jedenfalls innen drinn, wars wie in nem Hotel. Schöner roter Teppichboden, tolles rund gebautes Foyer und ne Rezeption wie man sie ausm Bilderbuch kennt. Da standen sie dann alle in ihren weißen Uniformen und begrüßten einen, einer konnte sogar etwas Deutsch, aber ich checkte auf Englisch ein, das Deutsch war etwas seltsam. Es stand sogar eine dicke blonde Westliche da die sozusagen der Chef aufm Boot war, neben dem Kapitän. Eingeckekt, Schlüssel bekommen, und die ungewissheit über meinen Zimmergenossen in der Tasche zum Room gelaufen. Reingegangen, immernoch etwas apathisch da überwältigt, wurde ich entzückt vom Zimmer. Schön alles mit Holz verkleidet, zwei nette, sehr bequeme Betten sogar nen Ständer für den Koffer. Ein WC, dreisprachig beschriftet, Chinesisch, Englisch und Deutsch. Schön, das Deutsch war zwar grottig, aber dafür wars überraschend :-) Nun denn erstmal ein wenig angekommen, mein Bett markiert. Das am Fenster, welches zu einem, Balkon führte. Total toll. Meine 9 Liter Wasser abgelegt (ich war davor noch einkaufen, shcließlich wusste ich nicht was mich aufm Boot erwartet – ich war von erzählungen ausgegengangen. Bei denen mir erzählt wurde, dass es kein Essen gibt, kein Wasser, alles dreckig und eklig und man auf sich alleingestellt ist – nun denn sorry, falsches Boot damals gebucht *hrhr*). Dann gings auf Entdeckungsreise. Das Boot war riesig. Es gab einen Internetroom, einen Spabereich, einen TCM Bereich, zwei Restaurants, eine riesen Lobby, ein Souvenirgeschäft, ein Readingroom, ein tolles Sonnendeck, einen Bar und Animationsbereich... Da ich glaub ich einer der ersten war hab ich alles noch in ruhe genießen können. Flanierte über das Boot. Setzte mich schließlich oben aufs Sonnendeck in einen bequemen Liegestuhl und genoß die letzten Anblicke von Chongqing by night (wie schon geschrieben, nett beleuchtet!). Schließlich gings dann mit 30 Minütiger verspätung los, weil manch einer wegen einer Verspätung erst später ankam.

Das Boot fuhr los, als volle Fahrt Flussabwerts erreicht wurde, wurde es aufm Deck sehr windig – hatte ich nicht für möglich gehalten. Jedenfalls fuhr das Schiff ca. 2 Stunden und kam dann zur ruhe, es wurde über Nacht geankert, damit man besser schlafen kann *hrhr*. Naja das Programm für den nächsten Tag sagte auch, dass es früh los geht. Ich wollte gleich sehr früh raus, und zwar Tai Chi mit Dr. Xu stand noch vorm Frühstück aufm Plan 7 Uhr fings glaub ich an. Aber dazu mehr im nächsten Teil...

Tschööö Fans!

Ps.: Klick!

Mittwoch, 3. März 2010

Interessant – mal was uninteressantes!

Hallo Fans!

Uiuiui schon ein Jahr her, seitdem ich das letzte mal in meinen Blog geschrieben habe. Nun denn, einmal im Jahr zu den Semesterferien finde ich Zeit um mich meinen Memorien zu widmen – und das genau jetzt. Außerdem will ich das ganze nun vollends niederschreiben, schließlich war das alles eine tolle Erfahrung und ich möchte ja mal meinen Enkeln davon erzählen (wenn ich mal welche haben sollte, vernünftige Weiber gibts ja gar nicht da draußen! *g*) ;-)

Nun denn ich könnte nun auch noch spontan ein Auslandssemester in Hong Kong machen, bevor meine Studienzeit endlich fertig ist, aber irgendwie hält mich was davon ab – ich weiß nicht was... vielleicht mal was neues sehen? Aber wie dem auch sei, zurück zu den Chinaerlebnissen!

Chongqing – viele Chinesen und auch manch ein Westlicher hat mir erzählt das sei die größte Stadt der Welt mit 32 Millionen Einwohnern. Ja sie kommt einen groß vor, aber Wikipedia sagt das sei die gesamte "Staatsfläche" die so groß ist wie Österreich – kann man Österreich als eine Stadt sehen? Wohl eher nicht, deswegen ist die Zahl 7,7 Millionen doch etwas treffender für die Beschreibung der Stadtgröße.

Wie im letzten Eintrag geschrieben bin ich nach Chongqing mitm Flieger geflogen. War ein recht kurzer Flug, gerade mal 1h 20min - aber gut das auch einmal quer durch Deutschland... dort angekommen, habe ich auch gleich bemerkt, warum die Stadt irgendwie so was wie "Mountaincity" genannt wird. Ziemlich hügelig, teils sehr steile hänge, das Wetter ist im Sommer schon sehr tropisch. Es wird nicht umsonst gesagt, dass Chongqing neben Wuhan und Nanjing zu den drei Hotpots in China zählen. Es ist unsagbar heiß, vorallem wenn die Sonne rauskommt. Aber das tut sie gar nicht soooo oft, da es dort viel regnet, was ich auch erleben durfte ;-)

Naja was soll ich zu Chongqing sagen? Die Stadt ist schon groß, modern so wie viele andere Städte in China. Viel historisches bietet die Stadt im Stadtkern nicht, eigentlich gar nichts. Die einzigen Highlights dort sind die Seilbahn, mit der man wahlweise über den Jangtse oder den Jialing rüberfahren kann. Ich hatte mich entschlossen über den Jialing zu fahren, war recht beeindruckend, da man über viele Hochhäuser fährt und dementsprechend die Vogelperspektive einnimmt – schon faszinierend wie viel Dreck auf den Dächern liegt ;-)

Nun denn auf der anderen Seite gabs auch nicht viel zu sehen *lach* naja es war ein Ausflugt. Ein anderes Highligt ist die Landspitzen bei der sich der Jialing und der Jangtse treffen und zu einem Megastrom fusionieren. Diese Landspitze ist so geformt wie ein Bootbug.

Ansonsten? Eine Freundin in Hangzhou hatte gemeint, dass in Chongqing die schönsten Frauen Chinas rumlaufen... naja Regionalpatreotismus? Eher das – waren auch nicht toller wie in anderen Städten :-) Aber diese eine Freundin, hatte mir eine andere Freundin in Hangzhou vorgestellt, die da zu besuch war. Sie kommt aus Chongqing und ist Englischlehrerin, das schon mal toll. Denn so hatte ich schon jemanden mit dem ich mich treffen konnte. So war ich mit der werten Dame einmal Essen und danach noch ein wenig durch die Stadt flaniert, auch an dieser besagten Landzunge gewesen. Sie und ihr Freund hatten dann noch am Ufer ihre Füße ins Wasser gelegt bzw. sind reingelaufen. Die armen zwei, jetzt laufen sie nur noch auf Holzstummeln...

...naja ganz so schlimm isses nicht, aber ich wäre nichtmal mit Gummistiefeln in das Wasser gegangen. Aber die Chinesen gehen da gern rein, die Kinder spielen ertrinken und die erwachsenen spielen „ui-schau-mal-mein-füße-kann-man-schon-bei-einer-wassertiefe-von-1cm-nicht-mehr-sehen“... also es ist wirklcih eine Dreckbrühe. Okay sie ist sehr schlammig das shcon wahr, aber auch ncoh vieles andere. Ich konnte froh sein mich auf dem Fluß nur per Boot zu bewegen, aber dazu im nächsten Eintrag mehr (der wird spannend, amazing, and some other great words). Ansonsten? Naja in Chongqing habe ich Hot-Pot gegessen – die Ursprungsstadt dieser Essensform, sehr interessant – erinnert an Fondue und wahnsinnig scharf. Ich hatte das Vergnügen solche tollen Sachen wie Kutteln oder Zunge reinschmeißen zu dürfen, das war eine Erfahrung ;-)

Ansonsten habe ich in der Stadt nicht so viel erlebt, gibt auch nicht viel – also wenn jemand mal die Überlegung hat dahin zu gehen, eine Nacht reicht – und zwar die vor der Bootsfahrt – aber dazu im nächsten Eintrag mehr ;-)

Das wars von meiner Seite aus – bis demnächst!

Tschööö Fans!

Max

Ps.: Klick!