Mittwoch, 4. Juni 2008

Stairway to heaven...

Hallo Fans!


Nach langer Abstinenz melde ich mich heute auch wieder. Tut mir leid, ging aber nicht anders...!


Jedenfalls sagen mir gerade die Schnaken guten Tag und suchen was an mir, keine Ahnung was aber, es nerrrrrvvvvt! Obwohl ich so nen Muggengitter vorm Fenster hab kommen die in die Bude, das ist echt der Wahnsinn!


Jedenfalls zurück zum Thema. Das erste Asignement ist abgeschickt, und das zweite ist schon sehr weit fortgeschritten, es kann sich nur noch um Wochen handeln bis es beim Prof im Postfach landet. Ist nervig, und meines Erachtens unnötig, vorallem wenn man wie ich im Ausland ist und lieber die Zeit auf der Straße, am Westlake oder sonst wo verbringen möchte...


Und jetzt zum eigentlichen Anlass. Das Wochenende vom 09. bis 11. Mai 2008. Ich weis ist lange her, aber wie oben erwähnt – an jenem Wochenende waren wir mal wieder ne riesen Reisegruppe aufm Weg zum Huang Shan, so wie ich das verstanden habe, ist das ein Gebirge – auf Neuchinesisch Yellow Mountains, warum das so heißt kommt später :)
Jedenfalls sind wir Freitag abends direkt nachm Geschäft, mit einem gecharterten Minibus zum Westbahnhof, der ziemlich weit weg vom Bosch lieg, gefahren. Sehr aufregend, da die Zeit knapp
bemessen war, aber wie heißt es immer so schön? DON'T PANIC! (in freundlichen großen roten Lettern...) . Deshalb lief alles glatt, wir erwischten den Bus und fuhren dann ca. 3,5 Stunden nach ??? (hab den Namen vergessen), Jedenfalls dort angekommen holte uns dann der freundliche Mr. halsabschneider Hu ab, den wir zuvor für unsere Reiseplanung kontaktiert hatten. Nach einer weiteren Stunde sind wir dann endlich in Taikou (keine Ahnung wie man das schreibt) angekommen. Und zwar hat uns Mr. halsabschneider Hu natürlich zu Mr. halsabschneider Hu's Hostel gefahren. Wo wir dann sehr gut noch um 23 Uhr Essen bekommen haben, sowie ein paar Betten zum Schlafen. Am nächsten Morgen hat dann erstmal Mr. halsabschneider Hu uns French Toast mit Ei gemacht. War sehr sehr lecker, sowie das Abendessen vom Vortag... Nach dem recht klein portioniertem Frühstück gings dann mit einem gecharterten Kleinbuss zum Einstieg. Dort dann erstmal 100 Flocken berappt, für den Eintritt. Wobei dieser gerechtfertigt ist, schließlich ist alles sauber, überall hats Mülltonnen, WC's und frische Luft :)


Das Wetter war an dem Tag herrlich! Sonnenschein, blauer wolkenfreier Himmel, sehr warm einfach perfekt! So gings dann auch schon los, den Berg erklimmen, bzw. das Gebirge. Schwer zu beschreiben, das Gebirge ist eigentlich schon größer, aber das was touristisch erschlossen ist, das haben wir erklommen, so its glaub ich richtig! Jendefalls haben die Chinesen eine seltsame Tradition des Bergsteigens, und zwar wird bevor der Berg besiegt wird, in dessen Stein eine Stufe nach der anderen gehauen. das von ca. 700 Metern auf 1700 Metern. Stufe für Stufe geht es dann den Berg hinauf. Sehr beeindruckend, vorallem gibt es dann überall auf der Strecke Lastenträger, die bestimmt mindestens 50 Kg auf den Schultern den Berg hinauf TRAGEN!!! Was für Arbeitsbedinungen, aber anscheinend lukrativ, sonst würden sie es nicht machen – genauso wenig wie Menschen in Sänften dahoch tragen, das ist noch krasser aber wahr. Ich für meinen Teil hatte mich gegen diese dekadente Bergsteigweise entschieden, und bin selbst hochgelaufen, sowie habe ich auch mein Wasser selbst hinauf getragen... nach kurzer Zeit hatte ich mich dann auch seltsamer weise von meiner Gruppe abgesetzt. Anfänglich hatte ich zwar gewartet, aber – einfach zu langsam, vielleicht liegt das auch einfach an meiner Bundeswehrzeit, dass ich die Berge jetzt doppelt so schnell erklimme wie Otto-Normal-Bergsteiger...Jedenfalls hatte ich mich entschieden nicht den einfachen strikten und kürzesten Weg zu nehmen. Sondern ich wollte was sehen, und da ich mich, seltsamer weise, in guter physischer Verfassung befand, nahm ich irgendwann mal den weg rechts Hinauf... Hinauf zu einem Peak, bzw. Bergspitze – später hatte sich heraus gestellt, dass ich der einzige auf diesem Peak war. Aber es war toll, noch hier und da ein paar Bilder mit Chinesinen gemacht, die mich, ausgerechnet mich, hübsch fanden. Und hoch, oben angekommen wunderbare Sicht, wunderbare Luft...herrlich ich liebe sowas – Natur pur. Jetzt nur noch ca. die hälfte der chin. Bevölkerung vom Berg subtrahieren, dann wärs annähernd ruhig. Egal, ich war ja im prinzip für mich – kein Mensch der englisch gesprochen, geschweige denn Deutsch (bis auf Siegfried, aber den hab ich auch schnell aus den Augen verloren) hat. und so wars doch irgendwie wie für mcih selbst da oben. Nach einer kurzen Pause gings dann wieder den Peak hinab, hinab zu den überfüllten hauptwegen. Dort mich durchgekämpft Richtung Hotel. Wieder entschlossen für mich allein zu laufen, und so ging ich wieder einen „special“ Weg, wo niemand war, anfänglich zumindest. Tolle Sicht, tolles Gebirge sieht super aus, vorallem wenn das Wetter toll ist!


Nachdem ich dann bei zig unsehenswürdigen Sehenswürdigkeiten vorbei, hindurch und oben drüber gelaufen bin kam ich dann beim Hotel an. Dort die anderen getroffen, die schon läääääääängst da waren, aber dafür nur die Hälfte gesehen hatten. Jedenfalls hies es dann ab zum Sonnnenuntergang, der ist bald. Nun gut, kurz abgelegt und wieder den Weg zurück. An einen wunderschönen felsigen Platz wo man nen tollen Blick auf den Horizont hatte. Langsam wurde es auch kalt. Zu kalt, zwar hatte ich warme Sachen dabei, aber die waren natürlich im Rucksack im Hotel... egal, erstmal den tollen Sonnenuntergang genießen! Dieser war wirklich toll, und... unbescheiblich! Nachdem die Sonne aber verschwunden war, gings dann auch sofort zurück zum Hotel, im Eilschritt, fast schon Joggen/Rennen. Da es wirklcih kalt war, und im Hotel wars warm! Klar, verständlich, ca. ein viertel der chin. Bevölkerung hat in dem Hotel genächtigt... nicht ganz aber so sah es fast aus. Das Hotel hatte zwar nen haufen Sterne, aber hat auch bugetunterkünfte für nicht so wohl betuchte Menschen zur Verfügng gestellt. Und diese sahen dann aus wie Matratzenlager. Irgendwelche Unterhaltungsräume vom im Keller vom Hotel wurden umfunktioniert in Schlafsääle, wo ein Bett neben dem anderen Stand. Dort ungefär hatten wir unser „Zimmer“ Das war ein 10 Bett Zimmer, und total klein, wie in nem Pumakäfig – oder eher Flüchtlingslager. Egal für eine Nacht gings, schließlich wars günstig!


Um 21 Uhr war dann von der Hotelregierung Zapfenstreich verordnet worden und so wurde das Licht ausgemacht, kein Zimmer hatte nen eigenen Lichtschalter... und so wars dunkel. Hatte uns aber nicht vom reden abgehalten – aber unser gerde hatte die Nachbarzimmer vom Schlafen abgehalten, weil die Wände einfach nur so Hauchdünne Raumteiler.. nach dem 10 mal ermahnen hat uns der Schlaf auch übermannt, und so wurde geschlafen bis – bis von der Hotelregierung verordnet wurde das aufgestanden wird. Das war so um ca. 3 Uhr Nachts! Schließlich ging die Sonne ja schon in 2,5 h auf, und man muss natürlich im Dunkeln noch ne halbe Wanderung veranstalten bis man zum Sonnenaufgangsplatz kommt. Egal, wir blieben liegen bis um 4 Uhr, um 4:30 Uhr sind wir dann abmarschiert. Zuerst in ne komplett falsche Richtung, dann wieder zurück wo wir dann ungefär 20 Meter neben unserem Hotel gelandet sind, von dort aus hatten wir dann einen tollen Blick auf den Sonnenaufgang.


Nach dem jenigen Sonnenaufgang, gings dann im Hotel erstmal richtig mampfen, für 50 Kuai, gabs ein ordentliches Frühstücksbuffet was auch ausgenutzt wurde. Vollgefressen gings dann zum Abstieg. Um dann viele Stunden später wieder bei Mr. halsabschneider Hu zu landen. Der uns dann wieder bekocht hatte, und uns dann zum Bus, gebracht hatte, zum Bus richtung Heimat...


So das war ungefär das Wochenende, viele Details hab ich wahrscheilnich schon längst wieder vergessen *omg*

Wie dem auch sei, ich bin jetzt total verstochen, das gibt’s net! Egal, ich geh ja sonst nie Blut spenden!

Die darauf folgenden zwei Wochenenden waren sehr ruhig. Einmal von der Geburtstagsparty vom Boris geprägt, und einmal vom überhaupt nichts tun.

Das letzte Wochenende dann verdient einen eigenen Eintrag, der kommt aber...die Tage oder Wochen... (Das ist jetzt das Spannungsding, dass jeder noch täglich hier reinschaut :p)


So das wars dann von meiner Seite aus, ich werd noch ein wenig an dem Asignement 2 rumbasteln, und dann früh ins Bett gehen, morgen wirds bestimmt länger...


Liebe Grüße Fans!


Euer


Max


Ps.: Ach ja Huang Shan heißt auch in neu Chinesisch Yellow Moutains, nicht wegen dem tollen Sonnenauf und untergangn, der sowieso nur zu einer Wahrscheinlichkeit von 25% auftritt, sondern wegen irgendwelchen gelben Kaisern – wers genau wissen will -> www.google.de!


Klick!

Keine Kommentare: